Werkzeugmuseum - Erbschaft ermöglichte die Anschaffung von 15 hochmodernen Audioführern
Gönnerin wäre begeistert
(...) Dass das Museum mit ihrem Geld nun ein neues Audioführer-System angeschafft hat, wäre ganz in ihrem Sinne gewesen, ist Stolte überzeugt: "Sie wäre begeistert gewesen."
Mit der Bedienung hätte sie sicherlich keine Schwierigkeiten gehabt, denn die neuen Geräte sind ausgesprochen bedienerfreundlich. "Das war uns besonders wichtig", betont Museumsdirektor Dr. Urs Diederichs. "Wir haben mehrere Testläufe gemacht und festgestellt, dass jüngere ebenso wie ältere Museumsbesucher damit schnell zurechtkommen."
In der Tat: Es ist klein, griffig und sieht nicht nur aus wie ein I-Phone, sondern verfügt auch ebenso über einen berührungsempfindlichen "Touchscreen". Durch einfaches Antippen kann der Besucher Informationen zu den Ausstellungsstücken abrufen und sich quasi seine eigene Museumsführung zusammenstellen - und das in deutsch, englisch und französisch.
Weg vom reinen Hören, hin zu vielen Bildern
Das Besondere daran: "Das System geht weg vom reinen Hören, hin zu vielen Bildern und zusätzlichen Informationen", erläutert Gernot Tödt, Vorsitzender des Förderkreises. "Im Vergleich dazu war das alte System geradezu vorsintflutlich." So lassen sich jetzt auch kleine Filme abrufen und man kann zum Beispiel einem Feilenhauer bei der Arbeit zuschauen.
15 Videos und zahlreiche Bilder verteilen sich auf 30 Informationseinheiten, die jeweils in einer Kurz- und einer Langversion anwählbar sind; 15 Geräte konnten angeschafft werden. Für die Realisierung zeichnet zeichnet die Bremer Firma "Die Informationsgesellschaft" verantwortlich; Ulrich Horz, stellvertretender Museumsleiter, leistete die aufwändige Arbeit, die auf den alten Geräten gespeicherten Daten zu konvertieren und für das neue System ohne Qualitätsverlust nutzbar zu machen.
"So konnten wir die Kosten niedrig halten", betont Dr. Diederichs und nennt einen weiteren Pluspunkt des Systems: "Es ist sehr flexibel und leicht nachrüstbar". So ließe es sich zum Beispiel leicht um eine spezielle Kinderführung erweitern, um weitere Sprachen oder Infos zu neuen Exponaten. Vieles wäre in Zukunft noch möglich. Wenn das Museum denn eine Zukunft hat.
(Artikel von Anne-Kathrin Reif in Auszügen. Vollständiger Artikel zu lesen im Remscheider General-Anzeiger)